Fakten: Bio-Gas-Anlage Straußfurt

Bio-Gas-Anlage in Straußfurt ?

NEIN DANKE !!!

Eckdaten der geplanten industriellen Biogasanlage:

  • Leistung: 1,1 MW
  • 500 Hektar Maisverbrauch pro Jahr (entspricht rund 700 Fußballfeldern)
  • Grassilage ca. 2500 t/a
  • Maissilage ca. 5.000 t/a
  • GPS: ca. 4000 t/a
  • Rindergülle: ca. 3.000 m³

Auswirkungen der Biogasanlage und landschaftsökologische Bewertung:

  • Flächenverbrauch für Inputsubstrate (vorwiegend Mais) für die Produktion der nachwachsenden Rohstoffe in großem Umfang (über 25% der gesamten landwirtschaftlichen Fläche von Straußfurt  allein für diese Anlage, hierbei sind bestehende Biogasanlagen noch nicht einmal berücksichtigt)
  • Zu erwartende Ungleichgewichte in der landwirtschaftlichen Produktion auf dem Gebiet Lebensmittel- und Futtermittelproduktion gegenüber der Produktion von Energiepflanzen
  • Wir bewerten eine Biogasanlage auf der Basis einer Biopflanzenproduktion als ökologisch sehr bedenklich (Flächenverbrauch, Abnahme der Biodiversität durch Steigerung der Pachtpreise und Flächendruck und Flächenumnutzung, Beeinträchtigung der vielseitigen Kulturlandschaft)
  • Die geplante Anlage hat erhebliche nachteilige Auswirkungen auf die meisten Landwirte, auf die Natur und auf unseren Lebensraum

Kritische Punkte

  • Emissionen: Starke Geruchsbelästigung bei ungünstiger Wetterlage bzw. Windrichtung durch geringen Abstand zur Wohnbebauung, Gase, Lärm. Die geplante Analge befindet sich in unmittelbarer Nähe von bestehender Wohnbebauung.
  • Gefahren beim Betrieb von Biogasanlagen: Atemgift, Explosionsgefahren.
  • Erhöhtes Verkehrsaufkommen u. Straßenlärm durch Anfahrt des Substrats und Abfahrten der Gülle mit Schwerlast LKWs und großen Mais-Monokulturen in der Umgebung (Es werden mehr als 25 % der gesamten landwirtschaftlichen Fläche von Straußfurt allein für diese Anlage benötigt.)
  • Steigende Lebensmittelpreise durch Flächenverbrauch u. Konkurrenz zur Nahrungsmittelerzeugung
  • Ökologisch bedenklich: Abnahme der Biodiversität, Flächendruck u. Flächenumnutzung, Beeinträchtigung der vielseitigen Kulturlandschaft
  • Preisverfall der Immobilien im Umkreis durch Geruchsbelästigung
  • Es ist mit verdreckten Straßen zu rechnen
  • Die geplante Anlage befindet sich in unmittelbarer Nähe zu bestehender Wohnbebauung. Verschiedene Richtlinien, z.B. TA-Luft, Seveso II-Richtlinie der EU und weitere fordern einen größeren Abstand.
  • Die hohen Subventionen für Biogasanlagen führen zu einer massiven Erhöhung der Pachtpreise für landwirtschaftlichen Boden, wodurch traditionell arbeitende Bauern in Bedrängnis geraten (Quelle: Artikel Frankfurter Rundschau vom 8.4.2011).
  • Flächenverbrauch: Die wegen des Nawaro-Bonus bevorzugt geplanten Anlagen verschlingen riesige Flächen. Man rechnet, je nach Bodenqualität, 40 bis 50 ha je 0,1 MW Leistung. Eine 1,1 MW-Anlage benötigt also rd. 500 ha landwirtschaftliche Fläche für den Anbau der Energiepflanzen und die Verwertung der Gärreste. Vergleicht man dies mit einer 2 MW- Windkraftanlage (WKA), dann wird das Dilemma mehr als deutlich: Sie benötigt 0,2 ha Fläche. (Quelle: http://www.initiativen-mit-weitblick.de/2.html).

Bildergalerie Straußfurt

So schön ist Straußfurt