TA-Sömmerdaer Allgemeinde vom 12.August 2014

Geplatzt : Investor baut keine  Biogasanlage in Straußfurt

 

Was für eine Überradchung?,denn für das Objekt waren alle Genehmigungen vorhanden.

 

Das ist ein Hammer! Der Investor EnviTec,der in Straußfurt eine 1,1-Megawatt-Biogasanlage bauen wollte, zieht sich, wie gestern bereits kurz gemeldet, vom Millionen schweren Vorhaben zurück. Straußfurts Bürgermeister Olaf Starroste (Bist) als auch der Chef der Verwaltungsgemeinschaft Straußfurt Frank Deutsch, sehen in diesem Rückzug zwar keine "Katastrophe". Doch einige Brisanz hat diese Entscheidung des Investors für den Ort schon.

Denn zuvor hatte das Vorhaben, in Nachbarschaft des Edeka-Zentrallagers eine große Biogasanlage zu errichten, das Dorf gespalten. Es gründete sich eine Bürgerinitiative gegen die Biogasanlage. Das Bürgerbegehren wurde jedoch abgelehnt.

Die Gemeinderatsbeschlüsse für den vorhabensbezogenen Bebauungsplan "Sondergebiet Biogasanlage" kamen nur mit knapper Mehrheit der Gemeinderäte der Bürgerinitiative Straußfurt (Bist) gegen die der CDU zustande.

Grundstücksverkauf hätte 100 000 Euro gebracht

Baugenehmigung sowie die Genehmigung nach Bundes-Immissionsschutzgesetz liegen vor. Landwirte aus der Umgebung und aus Sömmerda fragten in der VG schon an, wann sie denn nun Mais wohin liefern sollen....

"Bereits im Juni bat der Investor in einem Schreiben um Verständnis, weil er noch einmal alles dikutieren müsse", so der Chef der VG, Frank Deutsch. Nun kam das Schreiben mit der Absage. Als Grund wurde die mit der Novellierung des Erneuerbarer-Energien-Gesetzes heruntergesetzten Einspeisevergütungen angegeben. In den kommenden Wochen sollen bereits abgeschlossene Verträge rückabgewickelt werden.

" Wir werden wohl die Aufstellungsbeschlüsse der Gemeinde für dieses vorhabenbezogene Projekt förmlich aufheben", blickt Frank Deutsch voraus. Pläne und Untersuchungen waren genau auf diese Biogasanlage ausgerichtet. Eventuell könne man bei einem neuen Investor und Vorhaben an dieser Stelle einiges rascher dann zu Papier bringen. " Aber das läuft uns ja nicht weg."

Richtig, und wahrscheinlich läuft auch kein neuer Investor den Straußfurtern einfach so übern Weg. Nur gut, dass die Gemeinde mit den rund 100 00 Euro aus dem Grundstücksverkaufnoch nicht fest gerechnet hat, so Bürgermeister Olaf Starroste. "Wir hätten es zwar gut gebrauchen können. Aber wir haben es in keine Planungen einbezogen.." Viel geholfen hätte es der Gemeinde auch nicht. Straußfurt arbeitet seit kurzem nach Haushaltdkosololidierung, nachdem sehr große Steuereinnahmen wegbrachen.

In Straußfurt hat sich die Absage für die Biogasanlage schon herumgesprochen. Die Reaktionen sind, wie bei den umstrittenen Planungen zweigeteilt : Schade, dass es nicht kommt. Aber für alle Straußfurter heißt es: Es bleibt alles beim Alten.

Von Genugtuung will der 1. Beigeordnete Jens Andreß (CDU) nichts hören. " Aber wir waren ja bereits bei den Planungen nicht so glücklich damit. Weil Straußfurt außer dem befürchteten Verkehr, Geruchsbelästigung und den vielen Maisfeldern ringsum nichts von der Anlage hätte; keinen Strom, keine Wärmeversorgung."

Dass der Investor nun wegen geringer Vergütung zurücktrat, habe ebenso ein Geschmäckle wie die Tatsache, dass Lebensmittel in Gärtöpfe geschissen werden und anderenorts Hungersnöte sind.

 

Bildergalerie Straußfurt

So schön ist Straußfurt