unsere Aktivitäten

1.Flugblatt zur Bürgerversammlung am 16.05.2012

Biogasanlage in Straußfurt ! Wollen wir das ?

Votum zu Biogasanlage : TA vom 21.04.2012 - Auszug aus dem Artikel : "Erheblich geößere Mehrheit fand im Gemeinderat der Wunsch eines Investors, Envi-Tec Biogas, am Gelände des Edeka-Großlagers eine Biogasanlage zu errichten. Der Rat fasste einen Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan. Ein städtebaulicher Vertrag werde dann für den Bebauungsplan selbst geschlossen. Vor Ende 2013 werde wohl nicht gebaut, glaubt der Bürgermeister. Die Firma habe zwar bereits mit Edeka gesprochen, jedoch noch keinen Lieferanten für Mais und Grünpflazen gefunden."

Das Für und Wieder einer sochen  Anlage kann jeder im Internet nachlesen.                                                                     

- www.envitec-biogas.de/presse-downloads/videos-animationen.html

- Google = Biogasanlagen

- Google = Fördermaßnahmen in Thüringen von Biogasanlagen

 

Vorweg eine kleine Begriffsbestimmung zu dem Wort " Bio"

Egal wie einer zum Thema Mehangasanlagen (Biogasanlagen) eingestellt ist, eins ist sicher, es wurde noch niemals ein Orgnal Bio-Zeichen im Zusammenhang mit Biogasanlagen gesehen, weil Biogasanlage nicht gleich Bio ist.

Erklärung: "Biogas hat nichts mit "Bio" zu tun, wie es als Qualitätssiegel, z.B. bei Lebensmitteln bekannt ist.

Durch Vergärung, also durch Mikroorganismen, entsteht u.a. Mehangas. Dies ist für sich betrachtet ein natürlicher Vorgang wie er z.B. auch bei Deponiegas und Faulgas vorkommt. Wennnun also in diesen Anlagen pflazliche und tierische Roh- und Abfallstoffe vergoren werden (sogenannte Biomasse), muss man sich darüber klar sein, dass dann darin alles enthalten ist, was bei der Erzeugung eingesetzt oder freigesetzt wurde: Düngemittel ,Herbizide, Insektizide, Antibiotika, Salmonellen, ............

Mit den Ausbringen der Gärreste als "Dünger" gelangen dann alle diese Stoffe undOrganismen, da sie nicht in Gas umgesetzt werden, wieder in unsere Umwelt. Also hat das nichts mit "Bio" zu tun.

Die korrekte Bezeichnung wäre also: Anlage zur Methanherstellung auf der Basis pflanzlicher Roh- und Abfallstoffe. Dannwäre allerdings jedem sofort klar, dassin diesen Anlagen nicht nur Mais und Gülle, sodern auch Geflügelmist und Schlachtabfälle, ja mit besonderen Auflagen sogar Rückstände aus der Lebensmittelverarbeitung, altes Fett. etc., vergoren werden können.

 

Positive Aspekte einer Biogasanlage: siehe Aussagen des Investors oder Betreibers.

 

Negative Aspekte einer Biogasanlage:

Neben den bereits bekannten Aspekten für Biogasanlagen gibt es gerade für Anwohner ein  quasi kostenfreies "All-Inklusive-Paket" an negativen Aspekten. Nebem Aspekten die uns als Anwohner direkt tangieren gibt es auch viele Aspekte die alle Treffen.

1. Geruchsbelästigung durch Silagegärung und Gülle

Durch den Gülletransport von der großen Siloanlage zur Beschickungsanlage der Biogasanlage (365 Tage im Jahr), wobei das Silo nur teilweise abgedeckt sein kann, strömt der Gärungsgeruch in die Luft. Auch die Anfuhr von von zusätzlicher Gülle erfolgterfolgt mit Geruchsbelästigung durch Gase. Die Windrichtung geht von der geplanten Anlage direkt in Richtung Dorf, weil der Wind vorwiegend( Ca. 80%) aus Westlicher Richtung kommt.Da Straußfurt in einer Senke liegt, werden die Gerüche sich stauen.

2. Lärmbelästigung durch die Anlage

Lärm durch die Befüllung der riesigen Maissilos in der Erntezeit, Lärm durch den Transport von Silage zur Anlage, Lärm durch die Zufuhr der Gülle. Dauerlärm duch die Motoren der Biogasanlage (Turbinen zur Stromproduktion), Lärm durch den Abtransport derVergärungsgülle. Der Dauerlärm ist besonders kritisch zu sehen, weil die Anlage 24 Std. jeden Tag auch 7 Tage in der Woche das ganze Jahr läuft.

3. Zunahme des Straßenverkehrs

Durch die Anfuhr von Mais, Gülle und andere Stoffe je nach Anlagenauslegung sowie der Abtransport der Gärrestgülle wird das Verkehrsaufkommen durch Straußfurt wesentlich erhöht. Außerdem werden es goße Fahrzeuge sein, die Befüllstoffe und die Gärrestgülle transportieren. Dadurch wird das Gefahrenspotential für die Bewohner größer werden.

4. Zunahme von Straßenschäden

Die An-und Abfahrtstraßen für die Biogasanlage und Maissilos, besonders die Straße ab Ampelanlage, weden so intensiv belastet werden, was zu noch größeren Schädigungen der Straße führen wird. Wer kommt für die Kosten der Instandhaltung der Staße auf ?

5.Wertverlust der Grundstücke und Immobilien

Durch die Geruchs-und Lärmbelästigung, welche von der Biogasanlage und Silos ausgehen, ist der Verkauf der Grundstücke und Immobilien nur unter Wert oder gar nicht möglich, weil es keine gesunde Landluft und erholsame Ruhe mehr geben wird, so dass der Wert eines Grundstückes und Immobilie erheblich sinken wird.

6.Monokulturen

Mais erbringt die größten Methanmenge, somit auch die größtenEnergieerträge und damit den höchsten Gewinn. Deshalb wird in der Praxis vorwiegend Mais zur Biogaserzeugung verwendet. Auf Äckern und Stilllegungsflächen wird Mais zur Biogaserzeugung angebaut. Zum Beispiel werden im Landkreis Rothenburg auf über 40% und im Landkreis Bendheim auf bereits 50% der Ackerfläche Mais angebaut. Eine 500 KW-Anlage erfordert 250ha (2.500.000m²) Mais im Jahr. Deshalb kommt es immer mehr zu Monokulturen. Neben den vielen Rapsfeldern zur Benzingewinnung, werden wir künftig unzählige hohe Maisfelder sehen.

7. Grundwasserbelastung

Da die Gärreste als Gülle (geruchsarm) auf die Feldrer verbracht werden müssen, kann es unter Umständen zu erhöhter Grundwasserbelastung kommen. Das passiert besonders dann, wenn Pflanzen den Stickstoff nicht aufnehmen, weil sie zum Beispiel in der Wachstumsruhe sine. Dann wird der Stickstoff in das Grundwasser ausgewaschen oder mit anderen Stoffen in die Fliesgewässer abgaschwemmt.

8. Rückstände von Nitrat in Gewässern

( Auszug aus der TA: www.thüringer-allgemeine.de)

Die Qualität der Unstrut zwischen Sömmerda und Artwern, sowie das Grundwasser in diesen Bereich verschlächtert sich.Der Verein Gewässerschutz stellte erhöhte Nitratwerte fest und macht die Massentierhaltung sowie die 18 Biogasanlagen im Raum Sömmerda verantwortlich. Maßstab für einen guten Wasser-Zustand sei nach der Länderarbeitsgemeischaft Wasser nur ein maximaler Nitratgehalt von 11 Miligramm pro Liter. In der Unstrut, zwischen Sömmerda und Artern, stießen Gewässerschützer auf eine erhöhte Nitratbelastung. Nahe Sömmerda bei 24,8 Milligramm pro Liter und zunehmend bis Artern auf 33,3 Milligramm.

 

Haben Sie Fragen zum beabsichtigten Bau einer Biogasanlage ?

Kommen Sie zur Bürgerversammlung ! 16.05.2012 Uhr ( Gemeindeschänke)

 

Gern können Sie mich zu diesem Thema kontaktieren: Telf. 53084

gez.Rainer Carl

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein schnelles Flugblatt zur Terminänderung der Bürgerversammlung

Einladung zur Gründerversammlung

 

Einladung zur Gründerversammlung der Bürgerinitiative

´´Straußfurt wehrt sich ´´Biogasanlage NEIN danke!!!

Kommen Sie Bitte zur Gründerversammlung am 25.07.12, 19 Uhr, Gemeindeschenke Straußfurt

 

Nein zur Biogasanlage Straußfurt - Gründung einer Bürgerinitiative

´´ Straußfurt wehrt sich ´´

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, viele von Ihnen möchten den Bau der Biogasanlage Straußfurt verhindern,

haben aber das Gefühl alleine wenig ausrichten zu können und fühlen sich machtlos.

Aber Sie sind nicht machtlos, mit der Gründung einer Bürgerinitiative können wir diese Kräfte bündeln

und nach dem Motto - gemeinsam sind wir stark - sogar vervielfachen.

Wir erhalten Unterstützung vom Naturschutzbund Sömmerda,

´´mehr Demokratie Thüringen´´ und ´´ Initiativen mit Weitblick ´´

Der TÜV Thüringen bestätigt durch seine Untersuchungen das Gefahrpotential beim Betrieb von Biogasanlagen:

Vergiftungsgefahr, Explosionsgefahr, Brandgefahr sowie Umweltschäden durch austretende Gülle.

Am Mittwoch, 25. Juli 19:00 Uhr findet  in der Gemeindeschenke Straußfurt die Gründerversammlung statt.

Alle interessierte Bürgerinnen und Bürger aus Straußfurt sind herzlich zu diesem Treffen eingeladen.

AKTION: Wir, die Bürgerinitiative ´´ Straußfurt wehrt sich``, wird bis Ende August 2012 Unterschriften sammeln,

um diese dem Gemeinderat und unserem Bürgermeister Herrn Starrowske zu überreichen.

 

Weitere Informationen finden Sie in Kürze auch unter unserer Homepage: www.straussfurt-wehrt-sich.de

Wir, die Bürgerinitiative ´´Straußfurt wehrt sich´´, freuen uns über Ihren Besuch!

gez. Sonja Röhl, Straußfurt, Tel.: 0152 / 28843234

 

Flugblatt :

Die Bürgerinitiative Straußfurt wehrt sich informiert !!!

KEIN BIOGAS IN STRAUßFURT

 

Es wurde zur Jahreswende etwas ruhig um die Biogasanlage aber jetzt können und wollen wir Ihnen die aktuellen Informationen nicht vorenthalten.

 

·         Wussten Sie ?...das der Bau der Biogasanlage in der Gemeinderatssitzung Ende Januar nach Abstimmung des Gemeinderats abgelehnt wurde?             

Abstimmungsergebnis: 4 Ja Stimmen BIS

                                                    4 Nein Stimmen CDU+ 2 Enthaltungen innerhalb der BIS                 

Das bedeutet dass die Biogasanlage nicht gebaut werden dürfte. 

Jedoch ist unser Bürgermeister mit diesem Ergebnis eventuell nicht einverstanden und möchte die 3 Beschlüsse die bereits vom Gemeinderat abgelehnt wurden, Ende Februar erneut auf die Tagesordnung der Gemeinderatssitzung zur Abstimmung setzen.

 

·         Wussten Sie? ... dass sogar Hühnerkot und Rindergülle in der Biogasanlage Straußfurt vergoren werden sollen?

Gefahren und Gestank der noch zur Gülle dazu kommt.

                Ein Bericht vom ARD über die Risiken und Gefahren :

                http://www.swr.de/report/-/id=233454/nid=233454/did=8154088/sh8fdi/index.html

 

·         Wissen Sie? …was der Bau der Biogasanlage hinsichtlich der Zukunft des LDZ bedeuten könnte?

Können die Kunden Überregional noch mit ruhigem Gewissen Obst und Gemüse einkaufen, ohne Angst zu haben, dass durch einen Störfall, Explosion, Havarie oder der täglichen Belastung durch Formaldehyd dieses kontaminiert sein könnte?

Würde diese Biogasanlage den Ruf des LDZ schmälern und an der Qualität gezweifelt werden?

Wir sind froh LDZ als den größten Arbeitgeber in unserer Gemeinde Straußfurt zu haben und hoffentlich bleibt er das auch noch viele Jahre.

 

·         Wussten Sie? …dass die Instandhaltung der Straßen zur Biogasanlage bei weitem mehr Geld kosten könnte, als der Verkauf des Grundstückes der Gemeinde einbringt?

Der Verkauf am Ende ein Minusgeschäft ist, wir aber dafür  für die nächsten 20 Jahre in einer Gestank- und Lärmwolke leben?

 

·         Wussten Sie? …dass ein Radlader während der Erntezeit durchgehend 8 Stunden pro Tag und 1 Stunde in der Nacht die Silage verdichtet?

 Dadurch entstehen für uns drastische Lärmbelästigungen. Werden wir durch die LKW, das Rückwärtsfahren der Gabelstapler (lautes Piepen) und die lauten Lautsprecherdurchsagen des LDZ nicht schon genug mit Lärm belastet?

 

 

Auch verschiedene Ämter haben Einwände gegenüber der Gemeinde geltend gemacht, die im Abwägungskatalog erläutert werden. Hier einige Auszüge:

 

Quelle: Anregung der Träger öffentlicher Belange aus dem Abwägungskatalog

 

 

Amt für Landentwicklung und Flurneuordnung Gotha

Bei der vorgesehenen Baugebietsfläche geht mit dem Vorhaben ein dauerhafter Verlust hochwertigem Ackerlandes einher, der aus Sicht der Agrarstruktur kritisch zu betrachten ist.

Im regionalen Umgriff des geplanten Standortes sind bereits mehrerer Biogasanlagen vorhanden und weitere angedacht. Somit ist eine relativ hohe Biogasanlagendichte zu verzeichnen. In der Begründung zum Bebauungsplan werden keine weitere Standortalternativen aufgezeigt und bewertet Die Vornahme entsprechender Betrachtungen wird jedoch seitens des ALF als erforderlich angesehen.

Im Umweltbericht zur Bauleitplanung werden jedoch drei weitere Alternativstandorte ausgewiesen. Dem hier aufgezeigten Standort „Luthersborn (Hühnerfarm, Gemeinde Weißensee)“ wird seitens des ALF Gotha – aus agrarstruktureller und landeskultureller Sicht - der Vorrang eingeräumt.

 

Amt 14 – Umweltamt, SG Immissionsschutz

 

- Der Zustand bezüglich der zu erwartenden Auswirkungen durch Geruch, Ammoniak und Staubimmissionen ist unter Berücksichtigung von Vorbelastungen mittels Ausbreitungsrechnung zu prognostizieren (Vergleich Vorbelastung – Zusatzbelastung).

Die betriebsbedingten Verkehrsströme sind zu betrachten sowie die dadurch verursachten Auswirkungen sind darzustellen. Aufgrund des geringen Abstandes zwischen der geplanten Anlage und der nächsten Wohnbebauung

sind Möglichkeiten zur Verminderung der Emissionen nach aktuellem Stand der Technik darzustellen.

- Weiterhin reichen die vorgelegten Informationen nicht aus, um eine qualifizierte Prüfung nach Störfallrecht vorzunehmen. Allerdings gibt es Indizien, die darauf schließen lassen, dass hier Stoffpotentiale vorliegen könnten, die die vorgesehene Anlage zu einem Betriebsbereich mit Grundpflichten machen.

Es fehlen Aussagen zum vorhandenen Mengengerüst an störfallrelevanten Stoffen und/oder Mischungen.

 

Amt 13 – Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt

 

Als Inputstoffe für die geplante Biogasanlage sollen nachwachsende Rohstoffe und Gülle verwendet werden.

Der Standort der geplanten Biogasanlage befindet sich in unmittelbarer Nähe zur LDZ GmbH Straußfurt. Der Abstand muss dabei so gewählt werden, dass Gefahren, erhebliche Nachteile und Belästigungen nicht hervorgerufen werden können. Es ist dafür Sorge zu tragen, dass eine nachteilige Beeinflussung der hergestellten und gelagerten Lebensmittel vermieden wird.

Durch geeignete Maßnahmen ist sicherzustellen, dass eine Kreuzkontamination zwischen tierischen Nebenprodukten (Güllefahrzeuge) und Fahrzeugen der LDZ GmbH sicher verhindert wird.

Amt 14 – Bauaufsicht, Regionalplanung, Denkmalschutz

 

Es sollte eine Verlegung des gewählten Standortes für die Errichtung der geplanten Biogasanlage erwogen werden.

Der gewählte Standort für die geplante Biogasanlage ist aus städtebaulicher Sicht ungeeignet. Er ist in weiträumig sichtbarer Lage auf einem Bergplateau ohne ausreichende Festsetzungen zum Baukörper gelegen.

Auch aus immissionsschutzrechtlicher Sicht ist das Plangebiet in „Berglage“ und Nachbarschaft zum LDZ und der schutzbedürftigen betriebsbezogenen Wohnnutzung sowie zum allgemeinen Wohngebiet „Am Staudamm“ fragwürdig. .

Standort werden 1,73 ha hochwertiges Ackerland mit sehr guter Nutzungseignung und hohen natürlichen Ertragspotential der landwirtschaftlichen Nutzung dauerhaft entzogen.

Die Flurstücke in der in der Gemarkung Straußfurt Flur 1 512/174; 513/175; 685/175; 686/175; 687/175; 175/1; 690/176; 275/176 und 691/176 sind bis zum 30.11.2022 an die Agrargenossenschaft Straußfurt verpachtet.

Der Betrieb stimmt einer vorzeitigen Beendigung des bestehenden Pachtvertrages nicht zu. Bei Entzug der Flächen vor Ablauf der Pachtzeit ist dem landwirtschaftlichen Unternehmen eine gleichwertige Fläche zur Verfügung zu stellen bzw. eine Entschädigung zu zahlen.

 

Hinweis Bürgerinitiative Straußfurt: Der Pachtvertrag wurde bereits von der Gemeinde frühzeitig gekündigt. Dadurch entsteht der Gemeinde ein enormer Entschädigungsaufwand gegenüber der Agrargenossenschaft.

 

Der geplante Standort befindet sich in einer Region mit einer relativ hohen Biogasanlagendichte.

Der An- und Abtransport von Inputstoffen und Gärresten wird zu einem nicht unerheblichen Anstieg des Verkehrsaufkommen führen.

 

Weitere Informationen erhalten Sie unter:

www.straussfurt-wehrt-sich.de

 

gerne freuen wir uns auch über Fragen und Anregungen.

E-Mail an:

kontakt@straussfurt-wehrt-sich.de

 

Gerne können Sie auch passiv oder aktiv unserer Bürgerinitiative beitreten. Anonymität wird gewährleistet.

Wir sind kein Verein und es werden keine Beiträge erhoben.

Es grüßt Sie die Bürgerinitiative „Straußfurt wehrt sich“.

 

gez. S. Röhl., B. Friese, R. Carl

Flugblatt am 12.04.2013

Meine Meinung zur Biogasanlage

Ich möchte Vor- und Nachteile für uns Einwohner durch den Bau der Biogasanlage nennen.

Vorteile:

1.Der Verkauf des Baulandes durch die Gemeinde an Envi Tec für 120.000 € ist kurzzeitig gut.

Nachteile:

1. Gewerbesteuereinnahmen

Das Unternehmen Envi Tec gibt an, dass es in Deutschland nicht nur der führende Gasanlagenbauer ist, sondern auch mit über 50 Biogasanlagen einer der größten Bestandhalter zu sein. Die Manager von Envi Tec wissen, wie die Subventionen zur Stromgewinnung, den Güllebonus, den Abkopplungsbonus (Wärmeabgabe)und den Gärresteabkauf von Envi Tec durch die Landwirte über 20 Jahre gewinnbringend genutzt werden können. Jeder, der nach der Wende gebaut hat weiß, dass vielfältige Abschreibungen von den zu leistenden Steuern z.B. vom Neubau, Reparaturen, Umbau und Erweiterungsbau möglich sind. Deshalb wird die Gemeinde in den nächsten Jahren keine und später nur geringe Gewerbesteuern erwarten können. Sind für den Bürgermeister und die Gemeinderäte der BIST die 120.000.-€ es wert, für  eine Biogasanlage unser wertvolles Land zu verkaufen?

2.Verkehrsbelastung

Die Anlieferung von Maismasse und Gülle zur Vergärung erfolgen vorwiegend über die Hauptstraßen von Straußfurt, weil dieses nach Aussage des Bürgermeisters vorwiegend aus dem Raum Greußen und Sömmerda angeliefert werden wird. Auf den selben Straßen werden die Gärreste, als  Düngemittel zum Ackerland gefahren. Dazu kommt, dass die Fahrzeuge große und schwere landwirtschaftliche Maschinen, wie Traktoren mit 2 Anhänger, LKW mit Anhänger und Gülletankfahrzeuge sind. Egal wie viele  Fahrten diese Fahrzeuge im Laufe eines Jahres durchführen, es wird eine zunehmende Abnutzung der Straßen und eine starke Zunahme der Lärmbelästigung erfolgen. Diese Situation wird  nicht nur 1-2 Jahre dauern, sondern wird über 20 Jahre anhalten. Wie viele BIST-Mitglieder wohnen an der Hauptstraße und werden  mit ihren Familien davon  betroffen sein?

3. Belastung des Ortes und der Umwelt

Die Umwelt wird bereits jetzt durch die Landwirtschaft stark belastet, weil sie versucht, die Ackerfläche zu vergrößern. Deshalb wird der Boden bis an die Straßengräben,  die Ufer der Bäche und das Hölzchen heran umgepflügt, so dass ein Teil der Wege um Straußfurt fort sind. Es gibt für uns immer weniger Möglichkeiten zum Wandern in der Natur. Immer mehr Mais wird durch die Landwirtschaft angebaut. Durch das Beizen des Saatgutes und das Ausbringen von Spritzmittel , wie Pestizide zum Schutz der  Pflanzen und Herbizide gegen Unkräuter wird nicht nur das Ackerland stark belastet, sondern durch den Regen werden der Humusboden und die sich darin befindenden Rückstände in unsere kleinen Bäche, dem Stausee und in die Unstrut geschwemmt. Die Giftstoffe, die sich im Stausee ansammeln töten die kleinen Planktonkrebse, so dass  die Algentiere stark wachsen und sich unkontrolliert vermehren können. Für uns jedes Jahr als grüner großflächige Teppiche im Stauseewasser sichtbar. Auch das Grundwasser wird vergiftet werden, wie bereits in der Regionen Bayern geschehen.( 1*)

4.Geruch durch Biogasanlagen

5.11.11 - Ende des Gestanks durch Schmölner Biogasanlage nicht in Sicht. Viele Schmölner riechen den Gestank in Gärten, auf den Balkonen und wenn vergessen wird, die Fenster rechtzeitig zu schließen, auch in der Wohnung.(altenburg.OTZ.de)

10.02.12 - Erneut hat sich an der Biogasanlage in Nohra (Weimar) eine Panne ereignet. Das Dorf war in starken Güllegeruch gehüllt, weil dieser aus dem Fermenter kam. Durch den Überdruck sei das Gemisch über eine Schnecke entwichen.( weimar.thueringer-allgemeine.de)

3.04.13 - Bei einer Havarie in der Biogasanlage Diedorf bei Mühlhausen sind bis zu 40 m³ flüssiges Biogassubtrat (Gülle) ausgetreten. Die grün-braune Flüssigkeit trat aus dem sogenannten Bioreaktor aus,  und gelangte über den Vorfluter in den Haselbach. (badlangensalza.thueringer-allgemeine.de)

 

5. Leben der Tiere in der Umwelt

Die Wasserqualität im Stausee hat sich in den letzten Jahren extrem verschlechtert. Unsere vielen Wasservögel, besonders die Enten und Schwäne finden im Sommer keine Nahrung mehr  im See und müssen ihn verlassen. Sie ziehen sich an die Ufer der Bäche, der Unstrut und der Kiesgruben zurück. Die Feldlerchen die es vor 2000 noch in größerer Zahl gab, sind verschwunden und die Bachstelzen werden immer weniger. Die Greifvögel, Graureiher und  Kleintiere sterben immer öfter durch vergifteten Beutetiere. Die Insekten und Schmetterlinge, besonders die Bienen, die neben dem Rind und dem Schwein eines der wichtigsten Nutztiere des Menschen sind, finden nicht genug Nahrung und werden vergiftet, denn 1gr. Gift ist für 1 Millionen Bienen tödlich. (1*)

6.Instandhaltung der Straße zum Gewerbegebiet

Die Straße von der Kreuzung Ampelanlage zum Gewerbegebiet EDEKA teilt sich in den Gangloffsömmerschen Weg mit ca.550 m und dem Stellweg bis Einfahrt LKW Parkplatz mit ca. 300m Länge auf. Der Stellweg ist bereits jetzt in keinem guten Zustand und wird nach dem Erweiterungsbau bei EDEKA und dem Bau der Biogasanlage sich so verschlechtert haben, dass er in nächster Zeit erneuert werden muss, was bei grundhaften Ausbau bis zu 120.000,-€ kosten kann. Wie viel Instandhaltungskosten in über 20 Jahren kommen da zusammen? Dafür müssen alle  Straußfurter  zahlen!

7. Biogasanlagen außer Betrieb

Was wird aus der Anlage, wenn die Biogasgewinnung nicht mehr rentabel ist. Bekommen wir dann wie viele Orte dieses Landes eine Bauruine mehr , in der sich viele  Giftstoffe z.B. Ammoniak, Schwefelwasserstoffe, Pestizide befinden.

 

Wie viele Bewohner der Neubaugebiete, zog auch  meine Familie, 1995 meistens aus der Stadt, um mehr in der Natur zu leben und die Kinder darin aufwachsen zu sehen, nach Straußfurt. Bereits seit dieser Zeit mangelte es in Straußfurt an Geld, so dass alle Bürgermeister und Gemeinderäte stets unter starken Druck standen, die anstehenden Aufgaben in der Gemeinde zu lösen. Herr Starroske ist, wie er sagt, mit der BIST eine politische Kraft und sie werden die Einwohner Straußfurts bürgergerecht vertreten. Denken der Bürgermeister und Ratsmitglieder der BIST auch an die Auswirkungen ihres Handelns, wenn sie alle Nachteile missachten? Die Straußfurter verlassen sich auf ihr Versprechen!

In Deutschland mit über 7200 Biogasanlagen, darunter Thüringen mit 240, wird schon jetzt so viel Energie erzeugt, dass ein Teil bereits heute in die Nachbarländer verkauft wird. Davon profitieren nicht wir Bürger, sondern die Stromerzeuger. Um wie viel wollen sie ihren Gewinn auf unsere Kosten noch erhöhen?

Ich bin eine ältere Frau und werde das Endergebnis dieser Endscheidung wohl kaum noch miterleben. Deshalb unternehme ich jetzt etwas und sage meine Meinung zu dem Objekt Biogasanlage: Wer nur an das heute denkt und das Morgen außeracht lässt, wird der kommenden Generationen eine große Last aufbürden und sie dafür einen hohen Preis zahlen lassen!"

Deshalb rufe ich die Bürger von Straußfurt auf, informiert euch im Internet, seht bis zum 7. Mai die Ausliegenden Planungsunterlagen zum Bau der Biogasanlage in der Verwaltungsgemeinschaft an. Haben wir wirklich einen Nutzen von der Biogasanlage?  Es  geht um unsere Zukunft, über die wir mitbestimmen sollten? Bezieht Stellung für das Dorf und sagt eure Meinung dazu !

Karin Carl

Mitglied der Bürgerinitiative " Straußfurt wehrt sich"

 

1*  Z.B. www.br.de ( Energie vom Feld, Video-Unter unserem Himmel )

 

Bildergalerie Straußfurt

So schön ist Straußfurt